Um 06.40 Uhr haben sich am Samstag 20 junge und junggebliebene Männerturner zur diesjährigen Turnfahrt bei der Bushaltestelle Post in Fislisbach versammelt. Alle waren pünktlich, die meisten sogar überpünktlich, gut gelaunt und bestens gerüstet für die Reise ins Engadin. Auch die angeordnete Maskenpflicht im ÖV nahmen alle Teilnehmer gelassen. Mit dem Zug via Zürich-Chur ging es nach Tiefencastel. Dort sind wir in den Bus in Richtung Julierpass umgestiegen, wo die Gruppe «forte» von der Passhöhe aus, die Wanderung über die Fuorcla Grevasalvas in Angriff genommen hat. Die ca. 600 Höhenmeter und gut 4 Stunden Wanderzeit waren nicht ganz anspruchslos, wir wurden jedoch mit schönem Wetter und herrlicher Aussicht belohnt. Die Gruppe «piano» konnte im Bus sitzen bleiben und stieg dann oberhalb von Silvaplana aus. Diese Wanderung führte unter der Leitung von Ruedi Koller via Silvaplana dem Silvaplanersee entlang nach Sils, wo sich beide Gruppen wieder trafen.

Vereint in Sils konnten wir uns in einem Restaurant stärken. Noch war nicht klar, ob und wie die Weiterreise nach Maloja, unserem Übernachtungsort, organisiert war. Reiseleiter Christian machte dann den Vorschlag, dass die ca. 6 km nach Maloja am einfachsten zu Fuss zu bewältigen wären, was kaum grosse Reaktionen ausgelöst hat. Nach ca. 10 Minuten Wanderung in Richtung Maloja wurde dann das Geheimnis gelüftet. Es ging schlussendlich zur Erleichterung vieler mit einem Boot über den Silsersee nach Maloja. Die Fahrt dauerte ca. 50 Minuten. Auf dem Silsersee verkehrt die höchstgelegene Kursschifflinie Europas. Die kurze Wartezeit auf das Boot hat Paul Gut dazu genutzt, sich im durchaus kühlen See (1800 m ü. M.) bei einem Bad zu erfrischen.

Ca. 18 Uhr in Maloja in der Chesa Alpina angekommen genossen wir nach dem Duschen einen leckeren Apéro auf der Terrasse und danach ein gemütliches Abendessen im Restaurant. Einige wenige waren danach noch nicht müde und haben den erlebnisreichen ersten Wandertag in der Hotelbar ausklingen lassen.

Gestärkt mit einem guten Frühstück im Hotel Schweizerhaus ging es am nächsten Tag auf die 2. Etappe.  Bei bedecktem Himmel nahm die Gruppe «forte» um 8.30 Uhr die Wanderung vorbei am schönen Lägh da Bitabergh via Pass dal Caval zum Lägh da Cavloc in Angriff. Dabei meisterten wir ca. 550 Höhenmeter. Am See trafen wir dann wieder auf die Gruppe «piano», welche die gut einstündige Wanderung von Maloja direkt zum See unter die Füsse nahm. Bei bedecktem Himmel genossen wir die Rast an einer Feuerstelle. Patrik Schibli hatte sich sogar bei kühlen 17 – 18 Grad Wassertemperatur ein Bad im schönen See gegönnt.

Gemeinsam ging es nach einer kurzen Stärkung im Restaurant zurück nach Maloja, wo wir im Hotelgarten gemeinsam ein Abschlussbier genossen und sich einige von uns in Boccia übten. Danach ging es mit dem Bus nach St. Moritz und dann weiter mit dem Zug via Chur-Zürich-Baden nach Hause.

Es war mir eine Freude, diese Tour zu leiten. Mit jeweils 2 Varianten bezüglich Leistungsanspruch waren dieses Jahr auch die langjährigen Teilnehmer wieder auf ihre Rechnung gekommen und konnten vor allem auch die Kameradschaft pflegen. Wünschenswert wäre natürlich, wenn noch mehr jüngere Aktivmitglieder auf den Geschmack kommen würden. Besten Dank auch an Ruedi für die Leitung der Gruppe «piano» sowie den diversen Fotografen für ihre Bilder.

(geschrieben vom Reiseleiter Christian Solèr)

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